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Türkiye-weibliche Sicht2

 

Notgedrungen haben wir uns in Fatsa auf einen Parkplatz am Meer gestellt, auf welchem wir den Imam von Oberhausen trafen. In Deutschland hätten wir den sicher nicht kennen gelernt! Dass dann irgendwelche Truckfahrer nachts um drei auf diesem Platz ihre LKW-Motoren samt Hupen testen, konnten wir ja nicht ahnen. Gestern fanden wir dann doch noch einen kleinen Campingplatz am Strand kurz vor Tirebolu. Superklares Meer (ach ja: das Schwarze Meer ist gar nicht schwarz!), nette Begegnung mit Fatih, der eigentlich in den USA lebt, und abends eine Schlägerei mit ca. 20 Beteiligten. Die Polizei kam ungefähr eine Stunde danach. Also das geht bei uns dann doch schneller.

Und es gibt die 2. Verlustmeldung: Hat uns doch jemand einen Campingstuhl geklaut, obwohl der rakigeschwängerte Seniorchef uns versicherte, wir könnten hier mit offener Tür schlafen, hätten wirs doch getan, dann wäre der Dieb nicht unerkannt entkommen! Wir waren inzwischen halt doch ziemlich vertrauensselig und haben abends unser Zeug vor dem Auto stehen lassen. Ganz schöne Enttäuschung.

Heute sind wir in Trabzon rumgegurkt (anders kann man das nicht nennen!) und sind irgendwie am Pavillion von Atatürk gelandet; der liegt tausend km bergauf und oben ging gar nichts mehr; gefühlte tausend Hochzeitspaare zum Fotoshooting und wir hingen zwischen Touristenbussen eingeklemmt am Berg. Ich sollte noch erwähnen, dass wir da gar nicht hin wollten; alles reine Verzweiflung, da wir unseren Weg nicht gefunden haben. Die Beschilderung hier ist echt noch ausbaufähig (H: ansonsten hat mir die Stadt aber gefallen, eingeklemmt zwischen Meer und steilen Berghängen und...ein richtiges Bazarviertel ohne Istanbulwucher..dumusthandeln..Preise)

Jetzt sitzen wir in den Bergen bei Sumelas-Camping an einem rauschenden Bergbach (H: dauernd muss man aufs Klo rennenZwinkernd)und haben uns den Bauch mit Forellen vollgeschlagen (6 Stück). Wir hätten vielleicht vorher nach dem Preis fragen sollen. Für eine Nacht plus Essen(ohne Bier) haben wir 80 € hingelegt. Aber dafür haben wir Internet.

Nach ca. 1700 km Türkei (vor uns liegen noch etwa 800) müssen wir feststellen, dass dieses Land nicht ganz so aussieht wie wir uns das vorgestellt haben: Das ganze Land besteht irgendwie nur aus Gebirgen. Dagegen war Österreich ja reines Flachland. Auf der Karte immer eingezeichnet als „landschaftlich schöne Strecke“ – also für mich gleichbedeutend mit Hypertonie, Zahnabrieb und Basedowschem Augenausdruck.

Ansonsten haben wir heute zum ersten Mal was gekauft: Wir besitzen jetzt, was anscheinend jede türkische Familie hat: einen Picknickteppich!!!!

Morgen früh geht es zum Sumela-Kloster und dann wieder zurück zur Küste und weiter ostwärts….

Es grüßt Euch –moskitogeplagt- Manu

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