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Türkei 5

 

Von Trabzon ostwärts an der Küste nach Hopa war alles ziemlich trist, Grenzgebiet, kein geeigneter Stellplatz zu finden. Dann weg vom Schwarzen Meer nach Süden, an der georgischen Grenze entlang- nichts als Berge und Teeplantagen. Es sieht dort aus wie in Darjeeling, der gleiche Nebel…..nur die Straßen sind besser und es gibt mehr Türken als Inder.

Unsere ganze Hoffnung, in Artvin einen Stellplatz zu finden wurde bitter enttäuscht – die Stadt klebt komplett am Berg und es gibt kaum einen Meter gerade Fläche. Es war schon stockfinster als wir dort ankamen und aus purer Verzweiflung wollten wir am Rummelplatz schlafen; das hat aber der Jandarma (paramilitärische Polizeitruppe) nicht gepasst, so schliefen wir letztendlich vor einigen Autowerkstätten an einer Kreuzung. Am nächsten Tag (wieder ohne Frühstück und ohne waschen) gings stetig bergauf ins Kackar-Gebirge – was für eine Landschaft!!!! Das sind da die Ausläufer vom Kaukasus. Nach dem Gipfel kommt der Knaller: Endlose Steppe auf über 2000 m Höhe: Hochgebirgsweiden, Kühe, Schafe, Pferde, Esel und die dazugehörigen Hirten.

Tagsüber extreme Hitze und nachts haben wir trotz Klamotten und Bettdecke gefroren.Die Behausungen sind eher armselig, die Bewohner jedoch freundlich; seltsamerweise sind die Straßen in Bestzustand. Und überhaupt: In diesem Land ist alles super in Schuss, überall wird gebaut und instandgesetzt, im Gegensatz zum EU-Land Bulgarien.

Über Kars (sehenswert Stadt) sind wir nach Ani gefahren: Eine der bedeutendsten Städte an der Seidenstraße im Mittelalter. Am Anfang armenische Hauptstadt (im Radio gibt’s armenischen Sender und auf dem Handy armen. Netz Lächelnd), danach in byzantinischer, georgischer, seldschukischer und mongolischer Hand.

Ein Erdbeben zerstörte die 100 000 Einwohnerstadt 1319. Was übrig blieb, ist heute noch zu sehen. Übernachtet haben wir an einem Steinbruch kurz vor Ani. Nachdem wir den ganzen Tag nur „Staub gefressen“ haben, wäre eine Dusche echt notwendig, irgendwie müssen wir das organisieren. Das Innenleben (Geschirr, Klamotten, Bett ) von James ist komplett von feinem Sand überzogen. Nachdem wir gegessen hatten (in Gesellschaft von Hunden und Truthahn) wurden wir heute  Abend noch zweimal von türk. Familien mit Essen (Hühnchen und Lamm) überschüttet.

Die Nordosttürkei (Ostanatolien) ist wirklich eine Reise wert. Siehe Bilder in der Fotogalerie.

03.09. Wir sitzen im Lale-Zar-Camping in Dogubeyazit - Thomas ist auch mit seinem Motorrad angekommen – und trinken Tee. In den nächsten Tagen werden wir die westliche Hemisphäre verlassen und in den Orient starten.

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