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Zurück in Agonda

 

Eine echte Abwechslung waren die Besuche von Christian und Gabi, Holger und Simon. Da hat sich unser gefühlter Sprachschatz von 500 Wörtern (Was essen wir heute? Ist die Gasflasche zu?...etc.) richtig erhöht. Außerdem war es wie Weihnachten, da sie uns so wichtige Dinge mitgebracht haben wie Chemie fürs Campingklo, feuchte Reinigungstücher, Waschlappen und Bücher!!!! Nochmals vielen Dank für Eure Mühe! Ganz zu schweigen von dem Ersatzteil für James, er fährt jetzt wieder ganz geschmeidig.

Am ersten Tag sind wir bis Aroor gefahren, wo Dharman in einem Hotel arbeitet. Wir haben uns dort ein Zimmer genommen und abends die Local- Bar besucht in der er arbeitet. Ich war mit Sicherheit die erste rauchende und biertrinkende Frau in der Geschichte der Hotelbar. Wir wurden ziemlich bestaunt und fotografiert.

Am nächsten Tag fuhren wir nur wenige Kilometer bis Kochi wo wir Lina und Bruno trafen, welche wir bereits in Serbien kennengelernt hatten.

Sie fahren übrigens das gleiche Auto wie wir, nur in weiß; und liebe Mercedesfreunde, ob ihr es glaubt oder nicht, auch mit Automatik. Wir haben zusammen bei der (deutschstämmigen!!! Im 17. Jahrhundert eingewandert) Arztfamilie Bayer übernachtet (Homestay) und nach ausgiebiger Sightseeingtour zwei interessante Abende gemeinsam verbracht.

Am nächsten Morgen, ganz früh, ging es dann nach Kannur, 10 Stunden Fahrt für 300 km, wo wir am Strand ein Plätzchen für die Nacht gefunden haben. Nach Sonnenaufgang kamen Horden von Walkern und Joggern vorbei, das hatten wir in Indien noch nie gesehen. Viele wollten natürlich auch mal in unser Auto gucken.

Gestern haben wir dann morgens das St. Angelo Fort in Kannur besucht (8 Uhr – noch keine Inder da!) und sind dann in 8 Std. 350 km nach Murudeshwar gefahren. Übernachtungsplatz, wie bei der Hinfahrt, eine Indian-Oil Tankstelle.

Nach Gesprächen mit indischen Truckdrivern (die haben echt keine Vorstellung davon, wo wir herkommen) am Morgen ab nach Agonda.

Unterwegs ein tödlicher Unfall, wieder ein zerschmetterter junger Mann auf der Straße. Helmpflicht hat wirklich Sinn!!! Dann wieder zurück in Agonda; leider ist niemand mehr hier auf dem Overlanderplatz. Mit ein bisschen Wehmut denken wir zurück an die tolle Zeit, die wir hier mit netten Leuten verbracht haben.

Wir warten hier jetzt auf Nachricht aus Mumbai von unserem Schiffsagenten; sobald wir das Verschiffungsdatum für James haben geht`s ab nach Mumbai in den Hafen (Hilfe!!!) und wir können  unsere Flüge buchen. Vermutlich fliegen wir über Jordanien nach Zypern, dann mit dem Schiff nach Mersin/Türkei, wo der James hoffentlich heil und unversehrt in einem Open-Top-Container ankommt.

Ganz liebe Grüße an Jen und Peter in Delhi, an Eva und Stefan, die leider  aufgrund der Grenzschließung in Pakistan festsitzen(wir fühlen mit Euch!), und an alle die wir unterwegs getroffen haben. Ganz viele liebe Grüße auch nach Hause! Wir träumen schon davon, bei wem wir uns zum Essen einladen! Zu Kohlräbchen, Sauerbraten, Schinkennudeln bei Mama; zu Schnitzelchen und Wirsing bei Oma Lilly; zu einer leckeren Linsensuppe bei meiner Schwester Sandra, zu Lasagne und Salat bei meiner Schwägerin Uli und zum Leberkäs mit Kartoffelsalat bei Dani (incl. Kuchen von Dana). Wir setzen Euch rechtzeitig von unserer Ankunft in Kenntnis, damit ihr schon einmal einkaufen könnt!

Wir hätten es nicht für möglich gehalten, aber wir freuen uns auf Europa! Besonders auf Verkehrsteilnehmer die Richtlinien beachten. Nach Monaten im Chaos wissen wir vieles zu schätzen, was wir vorher für absolut übertrieben gehalten haben, auch wenn die deutsch/europäische Regulierungswut wirklich des Guten zu viel ist. Ein Mittelding wärs doch…..!

Vielleicht ist das ja der Sinn einer solchen Reise – das Gewohnte schätzen zu lernen.

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