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Mumbai

 

 

 

Nach einer Woche Papierkram (schnell erledigt von den Seco-Jungs), gab es ein Problem mit dem Container. Genauer gesagt, das Problem war, dass kein Open-Top-Container  zur Verfügung stand.  Jafaar, der Senior-Chef von Seco ließ daraufhin seine Beziehungen spielen und nach einer Unmenge von Telefonaten und mails wurde uns ein Container für Donnerstag -Nachmittag zugesagt. Also ab in den Hafen (10.30Uhr Abfahrt), Zollformalitäten waren schnell beendet, völlig anders als bei der Einreise und auf den Container warten. Der kam um 15.00 Uhr tatsächlich, doch der Kran war ausgebucht. Ca.17.30 Uhr war er dann bezugsfertig. Auch wenn sich das Schwenktor  erst nach vielen Hammerschlägen öffnen ließ. James kam rein und wurde verzurrt. Leider mit den falschen Gurten. Der Verlademeister veranlasste, dass stärkere Gurte verwendet werden.

Vor die Reifen wurden noch Holzkeile genagelt. Mittlerweile war es allerdings schon dunkel. Die Scheinwerfer von zwei Motorrädern verschaffte den Hafenarbeitern Licht. Ca. 19.00 Uhr stand er dann verzurrt drinnen. Die Verdeckplane  konnte nur provisorisch befestigt werden, da es zu finster war und zudem von einer Sekunde auf die andere alle Hafenarbeiter verschwunden waren. Also haben wir(2  Jungs von Seco nebst meiner Wenigkeit)  den Container selbst  geschlossen. Der Sicherheitscheck durch die shipping line, sowie die Verplombung musste wegen der fortgeschrittenen Zeit auf den nächsten Tag verschoben werden.  Von Nhava Sheva zurück nach Mumbai Fort geht’s am schnellsten mit der Fähre. Die sollte um 20.00 Uhr gehen. Es war exakt 19.50 Uhr. Also drei Mann aufs Motorrad  und ab zur Fähranlegestelle. Sadiq mein Begleiter fragte am Schalter, ob wir noch rechtzeitig wären. Die Antwort (mit einem Lächeln): „First you pay, then you get information!“ 100 Rupien (für 2) auf den Tisch und „the ferry leaves 8.15, have a nice trip!“…Scherzkeks.  Nach erfolgloser Bananensuche (für die an diesem Tag magenschwache Manu) und erfolgreicher Biersuche (für den mittlerweile nervenschwachen Heiko) kam ich gegen 22.00 Uhr wieder im Hotel an.  Die Prozedur am nächsten Tag erledigte Sadiq erfolgreich alleine, dauerte auch wieder bis fast 17.00 Uhr. Gestern habe ich dann das Carnet abgeholt und noch eine Versicherung abgeschlossen, falls James versinkt oder sonst wie beschädigt wird. Trotz aller Querelen habe ich mich bei  Seco-Shipping stets in guten Händen gefühlt. Sehr professional, überaus freundlich und zuvorkommend und niemals der Satz „No problem, Sir!“, sondern klare realistische Aussagen, ob positiv oder negativ. (Nochmals vielen Dank an das gesamte Seco-Team!)

Wann wir James wieder in Empfang nehmen können, ist leider noch  nicht 100% sicher. Zwischendurch wird er einmal umgeladen, deshalb verlängert sich die Schifferei (Zwinkernd) auf etwas mehr als 20 Tage….hoffen wir das Beste.

Soweit zu James, jetzt zu uns:

Auf dem Weg nach Mumbai haben wir in Karnataka sowohl die schlechteste, als auch die beste Straße, nach Pakistan (kaum zu toppen), gefunden. Die NH4a zwischen Mollem und Londa ist echt der Knaller. Zum einen Bergpiste durch einen Nationalpark, zum anderen mehr Schlaglöcher, teilweise 2,50m breit und 50cm tief, als Asphalt…Aua!

Die beste, die neue NH4 ab Belgaum, gleich nach dem KFC (nach 6 Monaten in very Hotistan, besonders für Manu eine Delikatesse). Dreispurig, sehr gepflegt, mit Toilettenhäuschen alle paar Kilometer, mäßiger Verkehr…geht doch!!! Da kann nur noch der Expressway von Pune nach Mumbai mithalten (Laut Manu, für Inder ungeeignet, bisweilen tödlich, weil sich keine Sau an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 hält und auch mit 120-140 links und rechts überholt wird). Nichts desto trotz, schneller sind wir in Indien noch nie vorangekommen und waren trotz Besichtigungsprogramm (Karla-Höhlentempel)

nach eineinhalb Tagen schon in Mumbai. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz eines Vergnügungsparks im Stadtrandgebiet. Das Navi kannte auch den Weg zum Hotel, so dass wir am Sonntag  Morgen schon da waren.

Mumbai hat wirklich beeindruckende Gebäude (sieht aus wie ein riesiges „Hogwards“ mitten in Indien),

Parks und Straßenzüge zu bieten und ist im Großen und Ganzen sehr aufgeräumt (hier im Stadtzentrum zumindest), die Leute sind nett, das Hotel ist sehr angenehm (der Hofwächter hat auch auf James aufgepasst, damit er nicht wegläuft), Einkaufen könnte man in Hülle und Fülle,

 

doch….der Verschiffungszirkus, der Krach (18 Stunden Dauerhupen) durch den Verkehr und die nunmehr kaum noch erträgliche Hitze von um die 40 Grad verhinderten leider, dass wir den Aufenthalt nicht wirklich unbeschwert genießen konnten…sind halt Landeier. Ausnahme der Sonntag! Der Krach halbiert sich, auf den Straßen wird allerorts Cricket gespielt, man kann sich Menschen und Umgebung anschauen, ohne ständig Angst zu haben überrollt zu werden. Sehr entspannt. Heute waren auch Dreharbeiten für einen Bollywood-Film, gerade um die Ecke. Ein Riesenaufgebot; mit Trucks für die Schauspieler, Polizeiabsperrung und vielen fanatischen fans.  Nun gab es gerade noch das Abschiedsbier(vom Fass!!) im Universal –Cafe, jetzt Fußball im Fernsehen (Club-HSV), packen und ….

Ich bin gespannt, ob wir in Amman die Jacke und die Wollsocken brauchen (haben im Hotel schon „Kalt“ trainiert und die Klima auf 25 Grad gestellt Unschuldig).

Das wars nun erstmal liebes Indien, wiederkommen werden wir zwar, doch wohl nicht ganz so schnell. 6 Monate hier wirken bestimmt wie eine „Indiengefühl-Retard-Tablette“…die hält länger an.

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