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Going over Jordan....

 

Amman blickt zwar auf eine lange Geschichte zurück, doch die Stadt, vorher war es lediglich noch ein Dorf, wurde erst im Zuge der Einwanderungswellen (großzügig) angelegt. Sie erstreckt sich über  19 Hügel und beherbergt etwa 2 Millionen Menschen. Gerade Strecken sind Mangelware. Durch die Stadt zu laufen gleicht in etwa einer Berg und Tal-Bahn zu Fuß….geht ganz schon auf die Beine….

 

 

Nichts desto Trotz sind wir zwei Tage lang viele Kilometer durch Amman gewandert, haben die Sehenswürdigkeiten abgeklappert, mehrfach den Souk besucht, in Seitenstraßen duftenden Kaffee getrunken, in einheimischen Restaurants sehr gut  gegessen und die angenehme, entspannte Atmosphäre der Stadt genossen.

Ein Tag Besichtigungstour (Madaba, Mt. Nebo, Totes Meer) hat uns, zum aktuellen Zeitpunkt, eher gestresst, überall Touristenbusse, "Nepper, Schlepper und Bauernfänger" als begeistert, so dass wir keine weitere Touren unternommen haben. Die Petra läuft schon nicht wegLachend.

Leider habe ich Königin Rania nicht getroffen; es gibt auch keine Tassen oder Geschirrhandtücher mit dem Konterfei des Königspaares – im Gegensatz zu anderen Royals wird dieser Kult von der jordanischen Königsfamilie komplett abgelehnt. Allerdings haben wir in einem Restaurant gegessen, in welchem auch Rania und Abdullah II. schon speisten!:) Das Essen war eh super; das indische ist zum Schluss überhaupt nicht mehr an mich gegangen, zumal ich mir in Mumbai nochmal so richtig üblen Brechdurchfall eingefangen hatte. Problematisch war allerdings der Temperatursturz: Nach über 40° in Mumbai war in Amman erst mal Zähneklappern angesagt. Am ersten Abend hatte ich den halben Rucksackinhalt übereinander an.

Das von uns ausgesuchte Hotel Sydney hatte den Charme von einem 50er Jahre – Schlafzimmer, aber es hatte das sauberste und bequemste Bett zwischen Kleinostheim und Kovalam und das Personal war supertoll. Einziger Nachteil: Das einheimische Bier kostet im Laden 2,75€ (eine Dose, nicht der Kasten).

Wir waren ja jetzt (da die Rückreise über Pakistan nicht mehr möglich war) eher zufällig in Jordanien und hatten uns nicht schlau gemacht. Als wir in den Bergen waren haben wir Maschinengewehr-salven gehört. Wir dachten, da wäre ein Übungsgelände in der Nähe. Unser Fahrer hat uns dann aufgeklärt: Nix Übungsschießen, Ramallah war nur einen Steinwurf entfernt. Auch wieder ein großer Unterschied, ob man das in den Nachrichten (ehrlich gesagt habe ich schon gar nicht mehr hingehört – es ist täglich das Gleiche) hört, oder ob man mit Leuten zu tun hat, denen ihre Heimat genommen wurde. Unser Fahrer war sehr traurig als er übers Tote Meer auf die andere Seite geschaut hat. Ob das Tote Meer tot ist, wissen wir nicht, wir waren nicht drin.

Vorgestern kamen wir mit einer Maschine von “Royal Jordanien Airways“ in Larnaka/Zypern an.

Voll der Kulturschock! Wir haben uns am Flughafen einen Mietwagen (na ja, eher ein Wägelchen) genommen und sind gleich zum Lidl gefahren; wir haben uns hier nämlich ein kleines Apartment gebucht um die Kostenexplosion irgendwie einzudämmen. Da gab es Osterhasen!!!! Nach 7 Monaten in Asien war das schon alles sehr seltsam. Am meisten waren wir über die Preise geschockt, das ist hier viel teurer als bei uns (ausgenommen Obst und Gemüse und Bier). Dann gab es Schinken, Käse und Kürbiskernbrot (das Ergebnis war dann erstmal Bauchweh).

Hier ist es so still, dass man sich kaum traut laut zu sprechen; der nächste Riesenunterschied zu dem ständigen Getöse in Indien. Und dann gibt es noch grüne Wiesen mit duftenden Blumen – eine richtige Augenweide. Es gibt keine brennenden Müllhaufen an jeder Straßenecke und es stinkt nicht überall nach Pinkel. Ich habe auch noch niemanden gesehen der in die Ecke stuhlt. (Das kostet in Mumbai nur die Hälfte  an Strafe, als wenn man hinpinkelt – in Restindien ist es kostenlos)

Es grüßt Euch ganz herzlich die Manu

….übrigens: heute gibt es Linsensuppe.

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