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Wieder auf der Gass

 

Am nächsten Morgen sind wir dann Richtung Osten gestartet, Richtung Adana und Osmaniye. Nördlich von Osmaniye, auf dem Parkplatz von Karatepe Aslantas fanden wir den idealen Übernachtungsplatz: Mitten im Naturschutzgebiet, absolute Stille, Toilette, fließend Wasser und einen überdachten Stellplatz – was für ein Glück – es hat nämlich geregnet. Am nächsten Vormittag waren wir im dazugehörigen Freilichtmuseum.

Danach ging`s weiter nach Hierapolis Kastabala  (Säulen und Steine mitten auf einem Acker), wo wir eine nette Plauderei beim Tee mit dem dortigen Mitarbeiter hatten (auf Türkisch wohlgemerkt!). Weiter oben gibt es eine Burg, die (das?) Bodrum Kalesi; während wir da oben rumgestiefelt sind, kam eine schwarze glänzende, ca. 1,50m lange Schlange aus dem Gebüsch auf mich zu!!! Mir ist vor lauter Panik fast die Schädeldecke weggeflogen! Hallo Simon, was war das??? (Mein Verdacht: Eine Pfeilnatter?????)

Nix wie weg durch die Berge nach Karadut, gerade noch vor der Dunkelheit angekommen. Es war saukalt und es hat….?! Geregnet. Morgens dann mit dem Taxi (die haben uns erzählt es wäre zu schwierig mit unserem Auto… lachhaft!! Die wussten ja nicht, wo wir schon rumgegurkt sind!) auf den Nemrut Dagi; alte Steine, aber mit was drauf! Echt faszinierend! Auf 2150 m gab es dann auch noch Schnee. Guckst Du Fotos.

Anatolien ist sicher ein lohnendes Ziel für Motorradurlauber: Grandiose Kulissen, super ausgebaute Straßen mit ganz wenig Verkehr und überall hilfsbereite Menschen.

Weiter durch die Berge (ich hatte im September schon mal angemerkt dass die Türkei fast nur aus Bergen besteht) in Eiseskälte Richtung Nordwest. Als wir in einem Dorf Brot kaufen wollten, es aber keines gab, haben uns die Nachbarsfrauen köstliche frischgebackene Gözleme und selbstgemachten Ayran  gebracht!

Geschlafen haben wir in Günpinar an einem Wasserfall (bei Regen!) Weiter durch die Berge J nach Kayseri; das kannten wir nur vom Fußball, vor Jahren waren wir mal im Stadion in Istanbul bei Besiktas gegen Kayseri) Wenn man sich im türkischen Fußball ein bisschen auskennt hat man hier gleich viele Freunde. 1:0 für uns! Bei Besiktas (der favorisierte Verein in Anatolien) spielen immer wieder ehemalige Schalker. Kayseri ist eine Großstadt, aber echt angenehm.

Vorgestern sind wir hier in Göreme, Kappadokien, gelandet. Der Campingplatz liegt super, hat uns aber erstmal recht wenig genutzt: Sturm und Regen! Gestern mussten wir das halbe Auto ausräumen und putzen: Bisher hatten wir gedacht wir wären unserer Ameisenplage (seit Indien) durch unzählige Chemieangriffe Herr geworden, aber weit gefehlt: Die haben sich auf dem Schiff anscheinend explosionsartig vermehrt. Irgendwas hat ihnen dann den Garaus gemacht – nur die in der Zuckerdose haben die Schiffsreise überlebt.

Die Anderen (Hunderttausende) lagen überall, hauptsächlich aber in den Tassen, Tellern und Töpfen. Und wieder Sturm, Sand in allen Ritzen! Die Stimmung hat sich aber schlagartig gebessert als heute früh um 6 Uhr bei Sonnenaufgang ca. 100 Heißluftballons unter uns aufgestiegen sind (kein Sturm, kein Regen!)

Heute haben wir dann auch eine Wanderung durch die bizarren Gesteinsformationen von Göreme gemacht.

 

Ab jetzt weht irgendwie ein anderer Wind: Hier gibt es Unmengen von Touristen. Bisher wurden wir meist freudig begrüßt, haben Tee und Essen bekommen, wurden neugierig befragt. Ab jetzt sind es die Leute gewohnt, dass irgendwelche Ausländer rumlaufen, z. T. sind sie sogar genervt. Das wird sicher noch schlimmer werden, denn unser Weg führt uns zurück an die Küste, dann Richtung Antalya (Hilfe!!) und weiter nach Westen, entlang der Touristenhochburgen, bis nach Griechenland. Das Preisniveau liegt deutlich höher als in der Osttürkei; das können wir jetzt gar nicht brauchen nach den unerwarteten zusätzlichen Kosten durch die Verschiffung, Flüge und Hotels.

Uns geht es soweit gut, wir haben uns zu Vielfraßen entwickelt. Heute haben wir zwei Laib Brot vertilgt, einen zum Frühstück, einen zum Abendessen. Zivilisiertes Essen müssen wir uns auch erst wieder angewöhnen; wir essen mit den Fingern und stopfen alles rein als würde es morgen nichts mehr geben! (in den letzten Monaten war das ja auch oft der Fall…zumindest wenn man scharfes Essen nicht verträgt!)

Ach ja: Frohe Ostern!!! (und schönen Sonntag noch!!! Lächelnd)

Ganz liebe Grüße an alle die an uns denken  (den Gästebucheintragungen nach zu urteilen sind das nicht allzu viele Zwinkernd), besonders aber an meine Freundin Christa in Erlangen!

P.S.: Es sind massenhaft neue  Bilder in der Galerie!

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