logotype
image1 image1 image1

Immer noch Türkei

Besichtigt hat sie dann nur Heiko da ich nach 5 Minuten zurück zum Eingang geflohen bin (das hätte ich schon vorher wissen müssen, dass das mit mir nichts wird unter der Erde).

Über Nigde ging es dann zurück (über unzählige Berge und Pässe) über Mersin nach Ayas an die Küste.

Auf dem lausigen Campingplatz hat es uns nicht gefallen, also weiter zum Dragon-Camping nach Bozdogan beim Kap Anamur (auch an der Küste nur bergauf-bergab!). Wir brauchten endlich wieder einen Platz mit Waschmaschine, die Bettwäsche hatte es mehr als nötig.

Hier trafen wir dann auch Judy und Michael aus Sidney wieder, die schon in Göreme mit uns auf dem Platz standen.

Und sollte immer noch jemand denken, wir hätten sie nicht mehr alle – wir haben ein Paar getroffen, die zu Fuß von Lissabon nach Jerusalem laufen (Das sind 7000 km)!

Dann sind da noch zwei Portugiesen, die fahren mit dem Fahrrad von Neuseeland nach Hause und sind bereits seit 2,5 Jahren unterwegs. Die 3 Nächte in Bozdogan waren richtig erholsam; die Leute super nett, wir bekamen Obst geschenkt (Erdbeeren und Maulbeeren frisch vom Feld bzw. Baum) und wurden freundlich aufgenommen.

Am Freitagmorgen besuchten wir noch die Burg, die direkt am Campingplatz steht (2), und wieder bergauf und bergab Richtung Westen. Schock, als wir durch Alanya kamen: Ein Hotel neben dem anderen, Souvenirshops und Touristen halbnackt mitten auf der Gasse! Für die Nacht fanden wir eine Wiese mit Zitronenbäumen am Fluss (3).

Unterwegs trafen wir die Portugiesen auf dem Fahrrad, Spaghetti kochend am Fahrbahnrand, wieder; wie kann man sich nur so schinden?

Am Samstag mussten wir nach Antalya (1,1 Mill. EW. Ohne Touristen) wir hatten da was zu erledigen. In der Altstadt gibt es doch wider Erwarten niedliche Stadthotels mit tollen Innenhöfen und Zwergenpools. Das Problem ist einfach, dass dich jeder Depp anspricht und dir was verkaufen will. Wenn ich nur ein paar Tage unterwegs bin, kann ich das gut ab; aber nach über 9 Monaten gehe ich sofort in die Luft wenn ich merke, jemand ist nur an meinem Geld interessiert. Ich glaube, Heiko ist das ziemlich peinlich.

Nach Antalya kamen die nächsten Touristenhochburgen: Side, Kemer, Belek…… Da bleibt echt nur Augen zu und durch. In Demre konnten wir gut an einem Picknickplatz am Strand übernachten, ziemlich windig und ein riesiger Hund, aber ok. Leider gab es dort aber auch hungrige Katzen und ich habe Heikos Fischfutter (4) und unsere teure Wurst verfüttert.

 

Früh morgens, um vor den Touristenbussen dort zu sein, brachen wir auf nach Myra (wo der Nikolaus herkommt). Zweimal wurden wir vom Parkplatz verscheucht, der anscheinend für zahlungskräftige Kunden reserviert ist. Uns haben die gleich angesehen, dass wir kein Geld ausgeben. Wir waren ganz schön sauer. Heiko: “Voll tanken und weg hier“. Ab durch die Berge (man glaubt es kaum) nach Köycegiz an einen ziemlich großen See, an dessen Ufer Steve aus Dorset/GB mit seinem Wohnmobil stand. Was essen, nettes Gespräch mit Steve und schlafen.

Denkste! Fenerbahce wurde gestern Abend vorzeitig türkischer Meister! Blöderweise lag unser Schlafplatz mitten auf der „Feiermeile“ und in der Türkei wird richtig gefeiert, mit Pyros und so. Kaum hatte sich das Theater gelegt, kam ein Riesengewitter. Vom Wetter sind wir derzeit eh nicht sonderlich verwöhnt. Viel nass und kalt – ich sitz auch schon mal mit zwei Hosen übereinander im Auto bei laufender Heizung.

Hallo Carmen, Nürnberg ist gerade dabei in die 2. Liga abzusteigen; somit steigt die Möglichkeit, dass wir wieder gegen St. Pauli spielen. We will see what happens!

Heute sind wir im Niemandsland (5)angekommen (und das ca. 30 km von Marmaris entfernt!!!), d.h. ein ruhiger Campingplatz an einer Bucht, weit vom Schuss mit Palmen, Orangen-, Zitronen und Eukalyptusbäumen, Pfauen und Hühnern; direkt am Strand und Heiko hat heute schon sieben Fische gefangen.

Jetzt müsste es nur noch aufhören zu regnen.

Liebe Grüße von Manu

 

Ich soll nicht mehr so viel im Text rumpfuschen, sagt die Verfasserin, daher arbeite ich nun mit Fußnoten:

(1) Die unterirdische Stadt, davon gibt es in Kappadokien mehrere, datiert bis in die byzantinische Zeit zurück, 55m unter der Erde  befindet sich eine Kirche, Gräber und ein Brunnen, der haupsächliche Wohnbereich liegt im ersten Untergeschoss. Warum die sich in solche Löcher gesetzt haben weiß ich auch nicht.

(2) Marmure Kalesi, die größte und am besten erhaltene Burganlage am Mittelmeer, mit 34 Türmen, wird auch gerade ordentlich restauriert, der Hintereingang vom Meer aus den Hang hoch ist aber offen, gebaut von den Kreuzfahrern, später in der Hand christlicher Armenier.

(3) Die Wiese war mal (oder wird in der Saison wieder) ein Campingplatz. In Aspendos, wo das am besten erhaltene  Amphitheater der antiken Welt steht (nicht das Gladiatorentheater in der Galerie...sieht echt aus wie im gleichnamigen Film)

(4) Meine vier, am Vortag, mit Hühnerbrust als Köder, gefangenen Fische.

(5) Und das Beste, im Niemandsland gibts WiFi, daher bekommt ihr auch wieder etwas zu lesen.

2017  jamesontour.de  globbers joomla template